Maxi-Cosi Nomad Plus
Warum ein Reisekindersitz?
Wir wollten mit unserer kleinen Tochter in den Urlaub fliegen und brauchten dafür noch einen reisetauglichen Kindersitz. Geplant waren ein paar Tage Singapur und dann 3 Wochen Roadtrip durch Australien. Sowohl Singapur als auch Australien haben ähnliche Vorschriften zur Kindersicherung im Auto wie wir sie aus Deutschland kennen. Wir wollten aber einen Allrounder Reisekindersitz haben, denn man in jedes Land mitnehmen kann. Lissi war zum Antritt der Reise 16 Monate alt, ca. 85cm groß und über 10kg schwer. Sehr wichtig für uns war ein Kindersitz OHNE ISOFIX Notwendigkeit. Man kann einfach nicht vorausplanen, welchen fahrbaren Untersatz man nutzen wird. Gerade ältere Fahrzeuge verfügen häufig nicht über ISOFIX – und bei Mietwagen weiß man nie genau, welches Modell man bekommt. Das Auto meiner Schwester z.B. hat auch kein ISOFIX und da geht nur ein Kindersitz, den man über den Anschnallgurt befestigen kann.
Natürlich war ein kleines Faltmaß und leichtes Gewicht des Sitzes auch wichtig, da wir ihn einmal quer durch die Welt schleppen würden.
Wichtige Kriterien für uns:
- Gewicht, Größe und Alter des Kindes
- Kein oder optional ISOFIX
- Kleines Faltmaß
- Leichtes Gewicht
Maxi-Cosi vs. Urban Kanga
Nach dem Vergleich verschiedener Modelle – unter anderem anhand von Bewertungen des ADAC – entschieden wir uns zwischen dem Urban Kanga Reisekindersitz und den Maxi-Cosi Nomad Plus. Beide lassen sich über den Anschnallgurt im Auto befestigen und erfüllen auch die anderen Kriterien. Knapp gewonnen hat dann der Maxi-Cosi Nomad Plus. Hier kannst du ihn dir genauer anschauen und Affiliate Link kaufen: https://amzn.to/40Pnc9d
Er lässt sich klein zusammenfalten, wiegt nur knappe 4,3 kg, verfügt über einen 5-Punkt-Gurt und lässt sich auch mit wenigen Handgriffen schnell im Auto einbauen. Kinder ab 15 Monaten bis 4 Jahren, Körpergröße von 76 – 105cm und 9 – 18 kg dürfen im Sitz transportiert werden und der Sitz ist i-Size-konform!
Weiter hätten wir das Modell von Urban Kanga nur gebraucht kaufen können und das wollten wir in diesem Fall nicht. Dieser wiegt nur 3,1kg, aber er hat nur einen 3-Punkt Gurt und das Faltmaß ist größer als das vom Nomad Plus.

Wie ist der Nomad Plus im praktischen Gebrauch?
Wir haben den Sitz in Deutschland ein paar Mal getestet und als Lissi das erste Mal im Kindersitz saß, war ich ehrlich gesagt etwas geschockt. Sie selbst + Kindersitz sah einfach so winzig aus, besonders neben ihrem normalen Kindersitz welcher auf einer ISOFIX Station steht und rückwärts gerichtet ist. Aber Sie hatte das ganz spannend gefunden. Neue Erfahrung und nach vorne schauen während des Autofahrens! Mega cool!
In Singapur haben wir uns ein Uber vom Flughafen und nach ein paar Tagen wieder zurück dorthin gebucht. In beiden Fahrten gab es kein ISOFIX. Auch das Auto unserer Freunde in Australien hatte kein ISOFIX, daher war die Entscheidung für uns genau richtig.
Ein weiterer Pluspunkt des Sitzes ist, dass er sich schnell und leicht einbauen lässt. Dazu haben wir uns Videos und Reels auf YouTube angeschaut, damit war es dann auch echt leicht den Kindersitz einzubauen. Auch die mitgelieferte Tasche an der Unterseite des Sitzes ist sehr praktisch und super nützlich zum Schutz!
Lissi saß bequem im Sitz und durch den 5-Punkt-Gurt auch sicher. Ihre Beine konnte sie dann auch immer auf den Autositz abstellen und im wachen Zustand saß sie bequem im Kindersitz.
Schlafen im Nomad Plus
Was ein Reisekindersitz aber nicht bietet, ist das Rückwärtsfahren oder die Möglichkeit den Sitz zu kippen, also eine Liegefunktion. Das war uns vorher schon klar und wir waren sehr gespannt, wie Lissi ihr erstes Schläfchen im Auto machen würde und wie ihre Kopf- und Nackenhaltung dabei sein würde. Leider war es so wie ich es erwartet hatte; genau so wie meine Haltung im Flugzeug: Kopf im Nacken, schräg und mit dem Mund weit offen. Zwar gibt es die Möglichkeit den Kopf links und rechts auf den Polstern anzulehnen, aber dies nützt, wenig wenn das Kind einschläft (siehe Bild!). Eingeschlafen ist sie im Nomad Plus genau so schnell wie auch in ihrem Joie Kindersitz in unserem Auto, aber ihre Schläfchen waren nicht so lange wie gewöhnlich und beim Bremsen ist ihr Kopf auch schon mal nach vorne gefallen, was Lissi dann aufgeweckt hat.
Vor der Reise hatte ich recherchiert, ob es im Internet Lösungen für die Kopf- und Nackenhaltung gibt, und vom Hersteller habe ich nichts gefunden. In meiner Recherche habe ich dann eine Nackenstütze gefunden, die an der Kopfstütze des Autositzes fixiert wird und per Klettverschluss unter dem Kinn geschlossen bzw. geöffnet werden konnte. Oder eine Art Stirnband, welches über den Kindersitz gezogen wird und auf die Stirn des Kindes aufliegt. Diese Lösungen wirkten aber nicht sicher und waren auch nicht vom Hersteller empfohlen. Wir haben versucht, ihren Kopf schon beim Einschlafen irgendwie an die Polster links oder rechts anzulehnen, dass ihre Haltung somit etwas besser wäre. Manchmal saß sie aber auch alleine hinten und da haben wir dann darauf geachtet dass ihre Haltung nicht zu schlimm ist oder ihr Schläfchen nicht zu lange dauerten.
Also, würde ich den Sitz weiter empfehlen?
Ja, auf jeden Fall! Für eine Urlaubsreise den „normalen“ Kindersitz mit ISOFIX und evtl. auch Basisstation durch die Welt zu karren, ist einfach unrealistisch für uns. Der Maxi-Cosi Nomad Plus ist für uns eine super Alternative; klein, kompakt, leicht und das Kind sitzt sicher im Auto. Dann muss man die schlechte Kopf- und Nackenhaltung leider in Kauf nehmen und das Beste daraus machen.
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